Ein Stück Biel-Kinzig Seilbahngeschichte

Nach umfangreichen Vorbereitungen für die technische Sanierung, wurde der Betrieb der Luftseilbahn Biel-Kinzig im April für acht Wochen eingestellt. Nach stolzen 46 Jahren hatten die vier 8er-Gondeln der Luftseilbahn Biel-Kinzig ihre Bestimmung erfüllt und wurden vom 6. April – 20. Mai 2021 in einer stillen Auktion der Öffentlichkeit zum Kauf angeboten.

Die seit 1975 eingesetzten Gondeln haben Tausende von Wanderer und Wintersportler transportiert. Schulkinder stritten und lachten darin. Erwachsene von überall genossen die schöne Aussicht und einige davon klammerten sich etwas fester an die Halterungen, wenn sie den flinken Schatten der Gondel unterhalb der Luftseilbahn über die Wiesen huschen sahen.

Anstatt die robust gebauten Gondeln zu entsorgen, hatte der Verwaltungsrat der Biel-Kinzig AG entschieden, die vier auszurangierenden Gondeln im Rahmen einer stillen Auktion öffentlich zu versteigern. Egal ob als Gartenhaus, Hühnerstall, Gartenbar oder gar als spektakuläres Hindernis auf einer Minigolfbahn – die Einsatzmöglichkeiten der charakteristischen Biel-Kinzig Gondeln sind vielseitig. Die alten Kabinen hätten beispielsweise auch in einen Käseverkaufsstand, in eine Privatsauna im Garten oder in ein Spielhaus für Kinder umgebaut werden können.

Ablauf der stillen Auktion

Die Auktion war öffentlich und der Einstiegspreis für die Teilnahme an der Versteigerung betrug 350 Franken pro Gondel. In Schritten von 50 Franken konnten Bieter auf jede Gondel einzeln bieten.

Gebote konnten über ein Web-Formular abgegeben werden. Es konnte gleichzeitig auf mehrere Gondeln geboten werden.

Gewonnen hat das jeweils höchste Gebot. Bei gleichen Geboten hätte das Datum der Gebotsabgabe entschieden.

Diejenigen, die den Zuschlag erhalten haben, wurden nach Auktionsschluss per E-Mail benachrichtigt und hatten sieben Werktage Zeit, ihre ersteigerte Gondel in der Talstation Brügg abzuholen.