FIS-Regeln – Sicher auf der Piste

Seit Ende November 2018 ist die aktuelle Wintersportsaison in der Schweiz in vollem Gange, und auch bis zum Saisonschluss im März 2019 werden noch zahlreiche Besucher zum Skifahren und Snowboarden erwartet. Egal ob Profi-Athlet oder Hobbysportler – damit die Sicherheit für jeden auf der Piste gewährleistet ist, sollten einige grundlegende Regeln berücksichtigt werden. Die Verhaltensvorgaben von der Fédération Internationale de Ski (FIS) sind daher, wie der Name bereits sagt, international gültig und von allen Wintersportlern einzuhalten.

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Vorgaben der FIS
Um mit dem Snowboard oder auf Skiern unterwegs zu sein, benötigt niemand einen Führerschein. Dennoch sind einige Verkehrs- und Verhaltensregeln auf der Piste von allen zu berücksichtigen, damit mögliche Unfälle auf ein Minimum beschränkt werden.
Die erste und wichtigste Regelung lautet daher «gegenseitige Rücksichtnahme». Jeder Wintersportler sollte darauf achtgeben, mit seinem Verhalten, seiner Fahrweise sowie seiner Geschwindigkeit die anderen Verkehrsteilnehmer keineswegs zu gefährden. Das bedeutet vor allem, sein Tempo zu drosseln, wenn mal etwas mehr Skibegeisterte auf der Piste unterwegs sind oder auch wenn die Wetterbedingungen keine klare Sicht zulassen, sowie beim Überholen und Ähnlichem ausreichend Abstand zu den anderen Fahrern zu wahren. Das Anhalten mitten auf der Abfahrt ist ebenfalls zu vermeiden, da plötzliche Ausweichmanöver für alle Beteiligten gefährlich werden können.
Vorrang haben alle, die sich bereits auf der Piste befinden. Das bedeutet, dass Personen, die nach einem Halt weiterfahren möchten oder aus einer anderen Richtung auf diese Abfahrt einfahren, sowohl nach oben als auch nach unten Rücksicht nehmen und Vorfahrt geben müssen. Wird ein Auf- oder Abstieg zu Fuss notwendig, ist dieser am Rand der Strecke durchzuführen, da auch dies ein Hindernis für die schnellen Ski- und Snowboardfahrer darstellt.

Zeichen und Markierungen kennen
Zur eigenen Sicherheit ist es ausserdem wichtig, die Gefahrenzeichen und Warnschilder identifizieren zu können und umgekehrt die Markierungen für erlaubte Strecken zu kennen. Vor der ersten Abfahrt sollten sich Anfänger daher mit den möglichen Symbolen, die ihren Weg kreuzen könnten, vertraut machen. So sind etwa die blau und grün markierten Abfahrten für Skianfänger geeignet, während die roten Pisten für Fortgeschrittene gedacht sind. Schwarz gekennzeichnete Strecken sind oftmals eine Herausforderung, können aufgrund schmaler, buckeliger oder vereister Abschnitte deutlich schwieriger zu meistern sein und sind daher nur etwas für Skifahrer mit langjähriger Erfahrung.

Auch die Gefahrenskala für die Lawinenwahrscheinlichkeit sollte allen Wintersportlern bekannt sein. Dabei gibt es fünf Stufen mit entsprechenden Handlungsempfehlungen, welche in der folgenden Tabelle aufgelistet sind:

Gefahrenstufe Lawinengefahr Bedeutung und richtiges Verhalten
1 gering Im Allgemeinen herrschen sichere Verhältnisse. Lawinen sind nur vereinzelt zu erwarten.
2 mässig Bei grosser zusätzlicher Belastung an Steilhängen ist eine Lawinenauslösung möglich. Bei der Wahl der Route ist daher Vorsicht geboten.
3 erheblich Eine geringe zusätzliche Belastung kann bereits Lawinen auslösen. Spontane Lawinen sind möglich. Es herrscht eine kritische Situation für Wintersportler: besondere Vorsicht!
4 gross Die Wahrscheinlichkeit für spontane sowie sehr grosse Lawinen ist hoch. Wintersportler sollten sich ausschliesslich auf die Nutzung der freigegebenen Abfahrten und Routen beschränken.
5 sehr gross Es ist mit sehr vielen und/oder sehr grossen Lawinen zu rechnen. Auch für Strassen und Siedlungen im Tal besteht Gefahr. Wintersportler sollten jegliche Touren vermeiden.

Die meisten Schilder sind selbsterklärend, damit sie von allen Wintersportlern – ob gross oder klein – verstanden werden können. Kinder sollten dennoch nicht alleine auf unbekannten Strecken unterwegs sein.

 

Gastbeitrag von www.bussgeldkatalog.net

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